
Das Ladenschlußgesetz ist alles andere als ein Ladenhüter. Es ist eine typisch deutsche, weil sinnreiche Einrichtung. Der Mensch lebt nicht, um zu kaufen. Er kauft höchstens, um zu leben. Zum abendländischen Menschenbild gehört mehr als Umsatzerzeugung. Gewiß stört es niemanden, wenn der Großmarkt auf der grünen Wiese bis 20 Uhr geöffnet hat. Der Innenstadtbereich jedoch sollte am Abend kulturellen Aktivitäten und der Gastronomie gehören. Lange Öffnungszeiten sind nicht nur für die Beschäftigten und deren Familien eine Zumutung. Sie sind auch kulturschädlich. Wer abends ein Konzert oder das Theater besuchen will, findet keinen Parkplatz, weil alles Verfügbare durch Zeitgenossen versperrt wird, die meinen, sich bis zum Schlafengehen im Kaufhaus herumdrücken zu müssen. Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie mir!
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